LAP Coffee in der SZ

Die Süddeutsche Zeitung hat einen längeren Artikel zu LAP Coffee veröffentlicht.

Gut finden wir, dass das zentrale Thema der Verdrängung lokaler, kleiner, unabhängiger Gewerbe durch explodierende Gewerbemieten, von der LAP einerseits profitiert und die durch LAP auch kräftig gepusht wird, von verschiedenen Seiten beleuchtet wird.

In diesem Kontext wird die Senatsverwaltung für Wirtschaft damit zitiert, “dass Marktmechanismen insbesondere bei Gewerbeflächen in Ballungsräumen nur unzureichend funktionieren.” Da meint dieser schwarzrote Senat also tatsächlich, dass “Marktmechanismen” – also Kapitalismus – doch nicht immer das Gelbe vom Ei sind!? Wir sind überrascht.

Die Regulierung – also Begrenzung und vor allem auch Senkung – aller Mieten (Wohnen und Gewerbe) fordern wir ja schon immer, und natürlich hoffen wir auf die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne (die ja auch einen wichtigen Einfluss auf die Gewerbemieten haben dürfte).

Dass LapCoffeeScheisse jedoch “Teil einer autonomen Stadtaktivistenszene, die deutschlandweit vernetzt sei” sein soll finden wir interessant. Gesagt haben wir das so auf jeden Fall nicht 🙂 .

Zu den Anschlägen bekannte sich bald „LAPCoffeeScheisse“.” Gemeint ist hier mit “Anschlägen” die gleichzeitige Neueinfärbung der LAP-Filialen in Berlin, zu der wir uns nie bekannt haben (siehe unten). Wir haben aber auch nie gesagt dass wir das nicht waren 🙂 .

Laut SZ äußert LapCoffeeScheisse “sich positiv zu Beschädigungsaktionen: am vergangenen Dienstag mit einem Foto der neuesten Filiale.” Der Beitrag zur neuesten Filiale (Bergmannstraße) findet sich etwas weiter unten. “Positive Äußerung zu Beschädigungsaktionen“? Wir würden eher sagen interessierte Berichterstattung 🙂 .

Bei der aktuellen SLAPP-Aktion von LAP gegen die drei Buchläden und den Stadtteilladen verheddert die SZ sich etwas und spricht von “fünfstelligen Schadensersatzforderungen“, die LAP an die betroffenen Läden gerichtet habe. Das stimmt so nicht. LAP hat eine Unterlassungsforderung mit überhöhtem Streitwert (200.000, also sechsstellig) an die Läden gerichtet, und gleichzeitig 3.600 Euro (also vierstellig) für schon entstandene Kosten gefordert.

LAP-CEO und -Gründer Hage ist offenbar vergrätzt. “Hage äußert sich zu den Unterlassungsaufforderungen auf Nachfrage nicht. Und obwohl er sonst viele Interviews gibt, auch und gerade nach den Farbbeutelangriffen, steht er der Süddeutschen Zeitung nicht für ein Gespräch zur Verfügung und beantwortet Fragen nur schriftlich, nachdem er erfährt, dass die SZ auch mit Aktivisten gesprochen hat.” Hihi.

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