Tagesspiegel

Die Kette LAP Coffee (Sie erkennen sie an den Farbschmierereien) will expandieren und in Deutschland so groß werden wie Starbucks (Q: OMR Podcast). Wie der Checkpoint erfuhr, plant LAP dieses Jahr in Berlin fünf weitere Filialen – „mit Fokus auf neue Stadtteile“. Doch aus China drängt zeitgleich ein Billiganbieter auf den Markt. „Cotti Coffee“ wurde erst vor vier Jahren gegründet, setzt auf Social-Media-Marketing und betreibt weltweit bereits 18.000 Filialen.

Seit Januar gibt es den 99-Cent-Espresso auch in Berlin. Und zwar zunächst (anders als der Name es vermuten lässt) am Bahnhof Friedrichstraße. „Wenn neue Anbieter mit aggressiven Rabatten und maximaler Automatisierung in den deutschen Markt eintreten, stellen wir eine andere Frage: Ist das nachhaltig — für die Teams, die Qualität und die Nachbarschaften?“, sagt LAP-Chef Ralph Hage dem Checkpoint. Das fragt sich so mancher LAP-Gegner auch.
” (Tagesspiegel)

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Neues Material zu LAP Coffee

Wir haben neues kritisches Material zu LAP (Flyer, Aufkleber, Plakate). Dieses liegt schon an verschiedenen Orten in der Stadt aus. Wenn ihr auch Material wollt, schickt uns gerne eine kurze E-Mail. SLAPP LAP Coffee? Piss Off!

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LAP Coffee in der Krise: Flughafen statt Szenekiez

Offenbar macht LAP gerade statt Gewinne ordentlich Verluste. Statt weiter in Szenekiezen zu expandieren, will LAP deshalb zukünftig vermehrt Filialen an Flughäfen und Bahnhöfen eröffnen. Social-Media-Auftritte von LAP wirken zunehmend verzweifelt. Auch Investoren scheinen skeptisch zu sein: Die LAP-Gründer suchen anscheinend dringend frisches Geld.

Das Geschäftsmodell von LAP war immer ein Versprechen auf eine ungewisse Zukunft. Im Wesentlichen besteht es darin, aggressiv Daten von Nutzer*innen zu sammeln und auszuwerten (sie nennen es „Community Building“), um in Zukunft weitere Geschäftsfelder jenseits der LAP-Filialen zu erschließen und diese Kontakte in mehr Umsatz und Profit umzusetzen. Filialen wurden entsprechend in angesagten Bezirken eröffnet und dort sogenannte “Events” durchgeführt. Nun scheint auch LAP einzusehen, dass das bisherige Geschäftsmodell gescheitert ist. 

Stefanie Schneider von der Kampagne LAP Coffee Piss Off:

Der Ruf von LAP Coffee ist mittlerweile ruiniert. Zu durchsichtig war der Versuch von LAP, sich als angebliche „Subkultur mit lokaler Verwurzelung“ zu inszenieren. Das äußerst aggressive Vorgehen gegen Kritik, u.a. jüngst in Berlin durch SLAPP-Methoden gegen kleine alternative Läden, hat dem Image von LAP nochmals enorm geschadet. Für LAP, das sein ganzes zukünftiges Geschäftsmodell vor allem auf ein gutes Image ausgerichtet hat, könnte ein solcher Imageverlust leicht das Scheitern bedeuten.

Der Niedergang des LAP-Images und das Scheitern der „Community Building“ Strategie lässt sich auf Social Media verfolgen, dem wichtigsten  und eigentlich einzigen Kommunikations- und Werbemedium von LAP. 

Beispiel TikTok: Hatten hier die LAP-Auftritte in der ersten Jahreshälfte letzten Jahres in der Regel noch mehrere zehntausend Aufrufe, sind es mittlerweile nur noch Bruchteile davon. LAP reagiert mit einer Strategie, die zunehmend verzweifelt und unprofessionell erscheint: In immer kürzerer Frequenz werden nichtssagende Clips veröffentlicht, auf die es kaum Resonanz gibt. 

Beispiel Instagram: Seit Ende letzten Jahres wird bei fast allen Beiträgen von LAP die Zahl der Likes nicht mehr öffentlich angezeigt. Das ist ein eindeutiges Zeichen, dass es auch hier nicht gut läuft. Schließlich sind viele sichtbare Likes das öffentliche Aushängeschild jeder erfolgreichen Instagram-Kampange.

Stefanie Schneider:

Auch im analogen Leben läuft es nicht gut für LAP. Manche Filialen gehen etwas besser, in andere verirren sich nur noch selten Kund*innen. Wir haben es mal durchgerechnet: Selbst wenn LAP es schafft, in allen Filialen durchschnittlich alle zwei Minuten ein Getränk für 3 € zu verkaufen, macht LAP statt Gewinne jährliche Verluste in Millionenhöhe. Und selbst von diesen Umsätzen scheint LAP gerade weit entfernt zu sein. Viele Menschen erzählen uns, dass sie nie zu LAP gehen würden. Andere sagen, dass sie nicht mehr zu LAP gehen, seitdem sie wissen, was das für eine blöde Café-Kette ist.”

LAP zieht Konsequenzen. Neue LAP-Standorte sollen in Zukunft in erster Linie auf massenhafte anonyme Laufkundschaft setzen, etwa an Bahnhöfen und Flughäfen, und weniger auf coole Locations in „angesagten“ Bezirken großer Städte. Dies bedeutet natürlich auch die Abkehr vom bisherigen „Community Building“-Konzept als Grundlage für die weitere Expansion über LAP-Filialen hinaus.

Da auch startup-konzentrierte Investor*innen mittlerweile wohl nicht mehr an einen Erfolg von LAP glauben, versucht LAP laut CEO Hage nun anscheinend dringend neues Geld bei klassischen Banken zu erhalten – bislang wohl erfolglos.

Stefanie Schneider: “Bei jetzt schon deutlich mehr als 6 Millionen Euro laufenden Fixkosten pro Jahr für Miete, Personal und Einrichtung, stagnierenden oder abnehmenden Besucher*innenzahlen und zurückhaltenden Banken und Investoren scheint eine zeitnahe Pleite von LAP immer wahrscheinlicher zu werden.”

Ende letzten Jahres hat LAP Coffee bekanntermaßen durch eine sogenannte SLAPP-Klage (Unterlassungsforderung mit fiktiv erhöhtem Streitwert) vier kleine Berliner Läden dazu gezwungen, zu unterschreiben, dass sie zukünftig kein LAP-kritisches Material mehr auslegen werden. 

Stefanie Schneider:

Die Kampagne „LAP Coffee Piss Off!“ hat auf das Vorgehen von LAP reagiert: Neues und aktualisiertes Material zu LAP Coffee (Flyer, Aufkleber, Plakate), das auch das SLAPP-Vorgehen von LAP gegen Kritik thematisiert, liegt nun wieder an vielen Orten in der Stadt zum Abholen bereit. Der Protest gegen LAP wird auch weiterhin unübersehbar sein.”

Auch die direkten Proteste an den LAP-Filialen gehen offenbar weiter. U.a. wurde laut Indymedia Anfang Januar die Filiale am Senefelder Platz neu dekoriert. Uns erreichte auch ein Bild der Filiale in der Raumerstraße, ebenfalls Prenzlauer Berg, mit zerbrochener Schaufensterscheibe.

Jetzt bei LAP investieren in der Hoffnung auf fette Profite? Vielleicht keine so gute Idee… hier unsere Handreichung für Investor*innen: Die aktuelle finanzielle Situation von LAP Coffee.

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Aus einem aktuellen langen Interview von LAP-CEO Hage mit dem Startup-Portal ORM (https://omr.com/de/daily/lap-coffee-ralph-hage):

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Neue Aktivitäten rund um LAP

Auf Indymedia: “…Gestern haben wir LAP coffee am Senefelder Platz einen Besuch abgestattet. LAP coffee will nicht gesellschaftliche Bedürfnisse befriedigen. LAP coffee soll die Akkumulation von Profiten ermöglichen. Deswegen haben wir die Eingangstür plakatiert, um Kund:innen über die miese Praxis von LAP coffee zu informieren….”

Soviel zur Senefelder Straße. Folgendes Foto wurde uns zugeschickt und soll die Filiale in der Raumer Straße zeigen.

Der nach eigener Aussage “führenden Plattform für die digitale Wirtschaftswelt” hat LAP-Chef Hage ein ausführliches Interview gegeben.

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Gesetzentwurf gegen Einschüchterungsklagen greift zu kurz – Aktuelle Fälle zeigen dringenden Nachbesserungsbedarf

In einer aktuellen Pressemitteilung schreibt das deutsche NoSLAPP Bündnis:

Der Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Anti-SLAPP-Richtlinie bleibt weit hinter den
Erwartungen zurück. Das No SLAPP Bündnis Deutschland kritisiert insbesondere die
Beschränkung auf grenzüberschreitende Fälle, die fehlende Regelung des
außergerichtlichen Bereichs und die unzureichenden Sanktionsmechanismen.
Aktuelle Fälle zeigen: Der Entwurf würde Betroffenen von strategischer
Einschüchterung keinen wirksamen Schutz bieten. Deshalb fordert das Bündnis, den
Anwendungsbereich auf nationale Fälle auszuweiten, den außergerichtlichen Bereich
zu regeln, wirksame Sanktionen einzuführen und Beratungsstrukturen gesetzlich
abzusichern.

In der Pressemitteilung werden u.a. zwei aktuelle SLAPP-Fälle in Berlin (Gleisdreieck und LAP Coffee) aufgegriffen. Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

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LAP-CEO Hage in der taz

LAP-Gründer und -CEO Hage hat der taz ein Interview gegeben. Wir haben uns sehr amüsiert 🙂 .

Zur Frage, ob schlechte Publicity auch Publicity sei:

“Jeder der das Gesetz bricht sollte im Gefängnis sitzen.” Wow.

Zur Frage ob es auch physische Angriffe auf LAP-Mitarbeitende gegeben hätte:

Es ist eine physische Attacke, wenn Leute in unsere Läden kommen und herumschnüffeln.” Oha.

Was hält Hage von der Kampagne “LapCoffeeScheisse”?

Menschen betreten unsere Filialen und schreien herum, weil sie in einem Fake-Blog Lügen lesen und diese auch noch glauben… Da steckt Geld dahinter, die haben Materialien. Die sind organisiert, das ist organisiertes Verbrechen.” Mit “Geld dahinter” meint Hage wahrscheinlich die bekannten Investmentfonds für linksradikalen kreativen Unfug. “Organisiertes Verbrechen” ist nun schon ein, nun ja, etwas zugespitzter Vorwurf 🙂

Dieser anonyme Blog lügt über mich, meine Arbeitshistorie und unsere Investoren und schürt Hass. Natürlich wird er die Geschichte verdrehen, um uns böse darzustellen.” Mit “die Geschichte” meint Hage das SLAPP-Einschüchterungs-Vorgehen von LAP gegen die vier kleinen Läden in Berlin. Hage hat hierzu – im Unterschied zu uns – eindeutig gelogen, was das Vorgehen betrifft (siehe unten).

Was meint Hage zu den explodierenden Gewerbemieten in “angesagten” Kiezen in Berlin?

“Ich habe eine Möglichkeit gesehen, das Problem der steigenden Preise in eine Geschäftsidee zu verwandeln.”

Was halten denn die Nachbar*innen von LAP?

“Sie lieben uns, sie wollen uns in ihren Kiezen. Wir fragen ja unsere Kunden, wo sie einen Laden von uns haben wollen, und nur da gehen wir hin.” Wir wurden nicht gefragt, und wir kennen auch niemanden der oder die gefragt worden wäre.

Und die Kritik an LAP?

Menschen, die sich kritisch zu LAP äußern, haben Angst vor Veränderungen.” Wir finden Veränderungen an sich schon eine klasse Sache – wenn sie denn in die richtige Richtung gehen.

Die richtige Richtung – das wäre eine solidarische Stadt mit bezahlbaren Wohn- und Gewerbemieten und Raum für alle Menschen die ihn brauchen. Immobilienkonzerne vergesellschaften, Mieten deckeln und senken! LAP Coffee Piss off!

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SLAPP LAP LÜGE

LAP-Boss Hage lügt, um die juristische Erpressung der drei Buchläden und des Nachbarschaftsladens Friedrichshain zu rechtfertigen

Bereits mehrfach hat LAP-Gründer und -CEO Hage betont, vor der Erpressung der Berliner Läden durch eine “strafbewehrte Unterlassungserklärung” durch die LAP-Anwälte persönlich mit den vier Läden kommuniziert zu haben, um eine Entfernung des LAP-kritischen Materials aus den Läden zu erreichen.

„Zunächst haben wir die Buchläden und den Verein darum gebeten, das Material nicht mehr auszulegen. Leider ist das ohne Wirkung geblieben. Erst dann haben wir die uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten genutzt.”

LAP-CEO Hage im Tagesspiegel

Also bin ich in die Buchläden gegangen und habe sie gebeten, die Flyer zu entfernen.

LAP-CEO Hage in der taz

Diese Behauptung von Hage haben wir schon vorher angezweifelt, denn zwischen der öffentlichen Information, dass LAP-kritisches Material in den vier Läden ausliege, und der Unterlassungsforderung der LAP-Anwälte lagen nur wenige Stunden.

Nun steht definitiv fest: LAP-CEO Hage lügt, um zu rechtfertigen, dass vier kleine Läden in Berlin durch LAP erpresst wurden, um Kritik an LAP zu verhindern.

Niemand hat sich gemeldet und darum gebeten, das Material nicht mehr auszulegen. Unser erster Kontakt war das Anwaltsschreiben. Das gilt für alle betroffenen Läden.

Stadtteilbüro Friedrichshain

In Bezug auf LAP Coffee Scheisse spricht Hage von einem “Fake Blog voller Lügen“. Aber wer lügt hier eigentlich?

Die Fakten sprechen für sich: LAP, gestützt durch milliardenschwere Investmentfonds im Hintergrund, versucht durch juristische Drangsalierung kleiner Läden die Kritik mundtot zu machen. Aber das wird ihnen nicht gelingen.

LAP Coffee Piss off – jetzt erst recht!

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LAP im Tagesspiegel

Mit der Süddeutschen Zeitung wollte LAP-CEO Hage nicht reden, weil diese auch die Perspektive der LAP-kritischen Aktivist*innen abfragte. Mit dem Tagesspiegel hat LAP-CEO Hage dann wieder ausführlich geplaudert.

Natürlich muss Hage unserer Diagnose widersprechen, mit lustigen Erfindungen. So sei die Filiale in der Falckensteinstraße ja schon immer “Trainingszentrum” gewesen (was Bullshit ist, das war eine ganz normale Filiale). Hier würden die LAP-Beschäftigten “4-wöchige Kurse absolvieren” (im Knöpfe drücken am Vollautomat?). Anfang nächsten Jahres solle die Filale “für Trainings und Events” wieder öffnen (wir sind gespannt).

Hage ist über die Falschinformationen, die von den Aktivisten verbreitet werden, merklich verärgert“, so der Tagesspiegel. Die Aktivist*innen sind auch verärgert: Nicht nur über die permantenten Lügen von Hage, sondern auch über LAP selbst 🙂 .

Hage weiter: „Die Leute hinter diesem Blog scheinen die Angriffe amüsant zu finden und variieren die Ziele nach Lust und Laune. (??) “Die Filiale in der Falckensteinstraße sei zwar ein regelmäßiges Ziel von Angriffen, „aber nicht mehr als andere Standorte“ (!!). Seiner Einschätzung nach muss es sich um Leute aus der Gegend handeln. „Es ist einfach für sie, täglich und ohne schlechtes Gewissen das Gesetz zu brechen.“ Breaking the law….

Nächstes Jahr sollen laut Hage weitere LAP-Filialen in Berlin geöffnet werden.

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LAP Coffee unter Druck: LAP-Filiale geschlossen, Geschäftspartner wenden sich ab, Filiale neu eingefärbt, LAP-CEO Hage lügt

// UPDATE: Laut taz scheint die unten erwähnte Streichung aller Bezüge zu LAP Coffee bei Flexvelop auf eine Initiative von LAP Coffee zurückzuführen sein //

Pressemitteilung, Berlin, 04.12.2025

Stefanie Schneider von der Kampagne „LapCoffeeScheise“: „Das LAP jetzt erste Läden in Berlin schließen muss, dass Geschäftspartner wie Flexvelop mit LAP offenbar nicht mehr in Verbindung gebracht werden wollen, und LAP-CEO Hage zu offenen Lügen greifen muss, zeigt, wie prekär es um LAP derzeit bestellt ist. Offenbar geht – wie prophezeit – das SLAPP-Vorgehen von LAP gegen kleine Buch- und Nachbarschaftsläden gerade gewaltig nach hinten los..

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Offenbar aufgrund andauernder und zunehmender Proteste wurde die erste LAP-Filiale in Berlin (Falckensteinstr. 5, Kreuzberg) wieder geschlossen. Die Schließung wird auch durch die Webseite von LAP Coffee bestätigt, auf der diese Filiale nicht mehr aufgeführt wird. In der Vergangenheit war die Filiale offenbar regelmäßig von LAP-Kritiker*innen redesigned worden.

(Geschlossene LAP-Filiale Falckensteinstr. 5, Berlin, Foto vom 03.12.25, Mittag)

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Das Unternehmen Flexvelop, das sich bis vor wenigen Tagen auf seiner Homepage noch stolz der Zusammenarbeit mit LAP gerühmt und LAP für seine „aggressive Expansionsstrategie“ gefeiert hatte, möchte nun offenbar nicht mehr mit LAP in Verbindung gebracht werden. LAP mietet alle seine Maschinen und wahrscheinlich auch die sonstige Filialeinrichtung von Flexvelop.

(Google-Vorschau auf LAP-Beitrag bei Flexvelop, 03.12.25)

Offenbar wird befürchtet, dass das ramponierte Image von LAP hoch ansteckend sein könnte. Jeder Hinweis auf die geschäftliche Verbindung zu LAP wurde jetzt von der Flexvelop-Homepage gelöscht.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass LAP die Zusammenarbeit mit Flexvelop verschleiern möchte, weil die Geräte-Miete von Flexvelop ein weiterer Beleg dafür sein könnte, dass LAP Getränke unter Selbstkostenpreis anbietet, um andere Cafés zu unterbieten und zu verdrängen.

(Flexvelop Homepage, Screenshot 03.12.25)

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Bereits vor der Eröffnung wurde die Fassade der neuesten LAP-Filiale in der Bergmannstraße (Berlin) neu gestaltet. Derzeit ist natürlich fraglich, ob – angesichts der Schließung der Filiale im Wrangelkiez – der Laden in der Bergmannstraße überhaupt jemals öffnen wird. Falls er das doch tun sollte, schätzen wir gerade nicht, dass er sehr lange offenbleiben wird.

(Fassade LAP-Filiale Bergmannstraße, November 2025)

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Offenbar steht LAP Coffee gerade unter massivem Druck. LAP-CEO Hage greift nun (wieder) zu offenen Lügen, um das Handeln der LAP Coffee Kette zu rechtfertigen.

In Bezug auf die SLAPP-Unterlassungsforderung der LAP-Kette gegen vier Läden in Berlin lässt Hage im Tagesspiegel Folgendes verlauten:

1) „Zunächst (also vor der Unterlassungsaufforderung) hätte die Kaffeekette die Buchläden und den Verein darum gebeten, das Material nicht mehr auszulegen. ‚Leider ist das ohne Wirkung geblieben. Erst dann haben wir die uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten genutzt.‘

2) „‘In den vergangenen Monaten sind unsere Cafés in Berlin mehr als 50‑mal Ziel von Vandalismus und Übergriffen geworden. Insbesondere seit jene Flugblätter in bestimmten Buchhandlungen verteilt wurden’, begründet LAP-Geschäftsführer Ralph Hage das juristische Vorgehen gegenüber dem Tagesspiegel.“

Hierzu stellen wir fest:

Auf der Seite https://lapcoffeescheisse.noblogs.org wird zum ersten Mal am 1. Oktober darüber berichtet, dass es Flyer, Plakate und Sticker zur Kritik an LAP Coffee gäbe.

Ebenfalls am 1. Oktober wurde erstmals öffentlich gemacht, dass in den (wenige Stunden später bereits von der Unterlassungsaufforderung betroffenen) vier Läden Material zu LAP Coffee zum Abholen bereit läge (vgl. u.a. hier).

LAP kann vor dem 1. Oktober also keine Informationen gehabt haben, ob und wo LAP-kritisches Material ausliegt.

Laut Tagesspiegel wurde aber bereits am 1. Oktober das Unterlassungsschreiben des LAP-Anwaltes Pille an die Läden geschickt. Zwischen der Kenntnis davon, dass Flyer ausliegen, und dem Anwaltsschreiben mit der Unterlassungsaufforderung können also maximal einige Stunden gelegen haben.

LAP sagt, sie hätten die betroffenen Läden „gebeten, das Material nicht mehr auszulegen“, bevor sie zu juristischen Schritten gegriffen hätten. Wann und wie soll das in diesen wenigen Stunden passiert sein?

LAP begründet weiter das juristische Vorgehen gegen die Läden damit, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Aktionen gegen die LAP-Filialen und der Auslage von Material in den vier Läden gegeben habe. Deswegen hätte LAP gegen die Läden juristisch vorgehen müssen. Dass es zahlreiche Aktionen gegen LAP in dem kurzen Zeitraum von maximal einigen Stunden am 1. Oktober gegeben haben soll, nachdem die Auslage-Orte kommuniziert worden waren und bevor LAP die Unterlassungsklage eingereicht hatte, ist eine offenbare Falschdarstellung.

LAP reagiert zunehmend panisch und mit leicht widerlegbaren Lügen auf die zunehmende Kritik. Das nimmt teilweise skurrile Züge an: Zwar betont Hage stets seinen Wunsch nach Kommunikation, doch wollte er nicht einmal mehr mit der Süddeutschen Zeitung reden, nachdem er erfahren hatte, dass diese für einen Artikel auch die Perspektive der LAP-kritischen Aktivist*innen abfragt.

Stefanie Schneider von der Kampagne „LapCoffeeScheisse“: „Wir sehen gerade wirklich deutliche Anzeichen, das LAP den Bach runtergeht. Dass das so ist, liegt natürlich an den vielfältigen, bunten, entschlossenen Protesten, sowohl online als auch offline. Die Kuh ist zwar noch lange nicht vom Eis bzw. LAP ist noch lange nicht wirklich pleite, aber das Beispiel LAP zeigt jetzt schon wieder einmal: Protest lohnt sich!

Stefanie Schneider weiter: „LAP Coffee in die Pleite zu treiben ist natürlich nur ein erster Schritt. Wir brauchen dringend eine Begrenzung und Senkung aller Mieten, also Wohnraum und Gewerbe. Immobilienkonzerne müssen vergesellschaftet werden. Wir brauchen guten Wohnraum für alle, und wollen eine solidarische Stadt, in der alle Menschen gut, sicher und ohne Angst leben können. Trotzdem wäre die LAP-Pleite ein schönes Zeichen. Dass nun die erste Filiale geschlossen wurde, haben wir bereits kräftig gefeiert.

Kampagne LAP Coffee Scheisse

Mehr Informationen: https://lapcoffeescheisse.noblogs.org

Kontakt: lapcoffeescheisse@riseup.net

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@Resist_Lab und @LapNeinDanke: Was ist passiert?

Sowohl @Resist_Lap (Berlin) als auch @LapNeinDanke (Hamburg) waren aktive kritische Instagram Accounts gegen die Zumutungen der LAP Coffee Kette. Hat LAP sie zum Verstummen gebracht?

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