Bullshit-Rechnung

Lap Coffee hat eine Rechnung vorgestellt, die in verschiedenen Medien (hier: Focus) wiedergegeben wird und die grober Quatsch ist.

Von den 2,50 Euro, die die Tasse Capuccino kostet, gehen ab: 48 Cent für Kaffee, 30 Cent für Milch, 68 Cent für Personal, 25 Cent für Miete, 8 Cent für Gebühren, 48 Cent für Steuern.

Unterm Strich bleibt damit ein Gewinn von 25 Cent, macht eine Rendite von zehn Prozent.”

Diverse Kosten sind hier offensichtlich noch nicht enthalten, etwa die komplette Buchhaltung, Wartung und Reparaturen an den Maschinen und, vor allem, die ganze Werbung, die ja auch irgendwie gezahlt werden muss (u.a. müssen ja auch Menschen dafür bezahlt werden, dass sie als angebliche Privatpersonen Lap Coffee bei Social Media so großartig finden). Hinzu kommen die Kosten für juristische Drohungen gegen schlechte Kritiken, die von Lap Coffee nicht dementiert werden. Der Tagesspiegel spricht hingegen von einer “exakten Kalkulation” von Lap Coffee – das spricht nicht unbedingt für den Tagesspiegel 🙂 .

Auch dass sich die Anfangsinvestitionen binnen 6 Monaten bereits amortisiert hätten, ist eine reine Behauptung von Lap Coffee, die nicht zu überprüfen ist.

Viel mehr würden uns die Quadratmeter-Mieten interessieren, die Lap Coffee zahlt, insbesondere an den Standorten, an denen andere Läden unmittelbar vor Lap Coffee wegen explodierter Gewerbemieten aufgeben mussten.

Die Linken denken, ich sei ein reicher Elon Musk, nur weil ich ein paar Cafés betreibe. Dies ist grotesk“, lässt sich Hage etwa in der Berliner Zeitung zitieren. Dieses Understatement steht natürlich völlig im Widerspruch zu seinen sonstigen Aussagen: Es gehe darum ein Kaffee and beyond-Imperium aufzubauen, das große Vorbild sei Red Bull, und bis Ende nächsten Jahres solle es allein in Deutschland 100 Filialen geben… (taz, ZDF, Hage im Gespräch mit einem Investor-Amigo).

Bei Flexvelop, einem Fintech-Unternehmen, mit dem LAP zusammenarbeitet, heißt es: »Mit Insight Partners, HV Capital und weiteren Investoren plant LAP aggressive Expansion« schrieb schon vor längerer Zeit das surplus Magazin.

Ein interessanter Artikel ist mittlerweile in der Financial Times erschienen, in dem sich auch diverse VIPs auch aus dem Banken- und StartUp-Sektor zum Thema Lap Coffee äußern.

Das Thema “Lap Coffee ist scheisse” ist richtig groß geworden. 🙂

Posted in Uncategorized | Comments Off on Bullshit-Rechnung

Presse… weiter gehts…

Zumindest medial ist das Thema Lap Coffee bzw. schönerweise das Thema Kritik an Lap Coffee weiter recht lebendig. Hier die Fortführung der unten begonnenen kleinen Presseschau zu Presse seit der Schaufenster-Neugestaltung.

Über Mottenpost & Tagesspiegel hatten wir ja im nächsten Post schon kurz berichtet. Die Mottenpost beginnt ihren aktuellen Beitrag mit den Worten “Die Kritik an Lap Coffee ist groß“. Klingt doch gut.

Die Welt titelt ein kleines Video mit “Farbanschläge auf „LAP Coffee“ in Berlin – Hinweise auf Täter aus linksradikalem Umfeld“. Die “Hinweise” entnehmen sie der Tatsache, dass auch auf Indymedia zum Thema geschrieben wird.

Die Berliner Zeitung zitiert ausführlich aus dem Offenen Brief an Ralph Hage und berichtet von “schweren Vorwürfen“, die gegen Lap gerichtet würden.

“Billiger Kaffee und Gentrifzierung: Das steckt hinter LAP-Cafés”, titelt die Mottenpost in einem anderen Artikel.

In einem weiteren längeren Video der Welt mit dem schönen Titel „LAP Coffee ist vielen, die kein Fan der freien Marktwirtschaft sind, ein Dorn im Auge“ berichtet die Interviewende von einem “Bekennerschreiben“, das “auf einer linksextremen Internetseite aufgetaucht sei“, auf der auch “weitere Anschläge angekündigt werden“.

Mit Lap entsteht ein europäischer Gegenentwurf zu internationalen Ketten wie McCafé oder Starbucks“, sagt Florian Breiner, Partner bei Food Labs” (einer der Investmentfonds hinter Lap Coffee), schreibt das Handelsblatt. Auch interessant: Im Text ist durchgehend von 24 Lap Filialen die Rede, wir wissen von 19 (15 in Berlin, 3 in München, 1 in Hamburg).

Heftige Farbattacken auf LAP Coffee: Aktivisten nennen krasse Forderungen” titelt der Berliner Kurier, und zitiert ebenfalls ausführlich aus dem offenen Brief.

Ein Kommentar der taz vermisst bei der Kampagne gegen Lap Coffee die antikapitalistische/ marxistische Analyse. “Statt uns auf einzelne Unternehmen zu fokussieren, sollten wir kapitalistisches Wirtschaften und die daraus resultierende Ungleichheit genauer unter die Lupe nehmen.” Dazu Marx: “Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt aber drauf an, sie zu verändern!

Ebenfalls in der taz gibt es ein längeres Interview mit einer Person, die bei der Kampagne “Lap Coffee Scheisse” aktiv ist.

Schon gestern erschien bei t-online ein längerer Artikel, der ebenfalls ausführlich die drei Forderungen aus dem offenen Brief an Lap Coffee CEO Hage zitiert.

Die ganz großen Fässer macht die Wirtschaftswoche auf. Hier wird die Neueinfärbung der Lap Coffee Filialen mit dem Treffen von Trump und Xi (wichtig) und dem Protest gegen die rassistischen Äußerungen von Merz (überflüssig) in Verbindung gebracht.

Auch Berlin Live berichtet. Auch sie schreiben von dem angeblichen “Bekennerschreiben auf Indymedia”, berichten aber sonst recht sachlich.

Bei Deutschlandfunk Kultur berichtet u.a. eine Beschäftigte in einem Laden der in der Nähe einer Lap Filiale liegt von sinkenden Umsätzen und gekürzten Schichten.

Der Tagesspiegel beschäftigt sich mit Kaffeekultur als solcher und fragt, ob hinter dem “Raunen vom LAP-Chef auf LinkedIn von einer “organisierten Kaffeeszene“ vielleicht eine Art Hipster-Antifa” steckt.

“Die neue Kette LAP Coffee steht für aggressive Preisgestaltung“, schreiben die Badischen Neuesten Nachrichten.

Angenehm sachlich wieder einmal (und wieder einmal überraschend) die FAZ. “Ob es sich bei den Machern (der Plakatkampagne) auch um die Täter hinter den Farbattacken handelt, ist unklar; sie selbst bezeichnen solche Deutungen als „höchst spekulativ“, lassen aber deutliche Sympathien erkennen, etwa indem sie die Attacken als „künstlerische Aktivitäten“ beschreiben.”

to be continued…

Posted in Uncategorized | Comments Off on Presse… weiter gehts…

Missverständnisse?

Liebe Presse, liebe Mottenpost & Tagesspiegel!

Wir freuen uns sehr, dass ihr so ausführlich über unseren offenen Brief an Lap-Coffee-Gründer und CEO Ralph Hage berichtet. Wir wollen hier nur noch einmal klarstellen, dass der Gesprächswunsch von Hage geäußert wurde, lange BEVOR (unseres Wissens nach) auch nur eine einzige Lap Coffee Filiale farblich umgestaltet wurde.

Gerne zitieren wir aus der Mail des Tagesspiegel an uns vom Dienstag 21.10.25 um 12:08:

Wir sind auf eure Social- und Plakatkampagne gegen LAP Coffee aufmerksam geworden und werden im Newsletter darüber berichten. Wir haben auch LAP um eine Stellungnahme gebeten und erhalten.

LAP hat sehr wohl Kenntnis von der Aktion und geht aktuell gegen die Plakate nicht vor. Sie kritisieren aber, dass sie dieser “namenlosen” Kritik kaum begegnen können und schlagen ein Streitgespräch vor.

Wäre von euch jemand zu solch einem Streitgespräch bereit? Falls ja, könnten wir es als Tagesspiegel anleiern und hosten…

Die von Euch, liebe Mottenpost und Tagesspiegel, aufgestellte Behauptung, unser offener Brief an Hage sei ein Indiz dafür, dass wir etwas mit den erst deutlich später passierten künstlerischen Aktivitäten an den Lap-Coffee-Filialen-Fassaden in Berlin zu tun hätten, ist doch äußerst spekulativ. Immerhin: Ihr habt ja beide von Beginn an einfach mal so behauptet, dass die Neueinfärbungen auf Leute der Kampagne von “Lap Coffee Scheisse” zurückzuführen seien. Kein Mensch kann also behaupten ihr würdet nicht recht konsequent bei Eurer (um Euch zu zitieren: “irren”) Linie bleiben… 🙂

Das Thema Kritik an Lap Coffee ist übrigens mittlerweile auch international angekommen. Wir freuen uns etwa über Anfragen aus England und Frankreich. Besonders hübsch finden wir die Anrede “Dear Lap Coffee Scheisse!”… 🙂

Posted in Uncategorized | Comments Off on Missverständnisse?

Offener Brief an den LAP COFFEE Gründer Ralph Hage

Lieber Ralph Hage!

Sowohl vor zehn Tagen direkt über den „Tagesspiegel“ als auch jetzt nach der farblichen Umgestaltung der Lap-Filialen in Berlin öffentlich über die „BZ“ hast Du kommuniziert, dass Du gerne mal mit uns persönlich reden möchtest.

Wir finden reden grundsätzlich immer eine gute Sache. Wir reden auch sehr gerne mit Dir. Damit ein sinnvolles Gespräch eine Chance hat, hätten wir allerdings ein paar Vorbedingungen.

*****************************

1) Wir möchten eine detaillierte und umfassende Auflistung darüber, in welchen Fällen Lap Coffee seit Gründung des Unternehmens gegen Kritik juristisch vorgegangen ist bzw. mit juristischen Schritten gedroht hat.

*****************************

2) Offensichtlich hast Du, Ralph, in Deiner bisherigen Karriere viel Geld verdient, u.a. in leitenden Positionen bei den Unternehmen „Red Bull“ und „Delivero Hero“. Beide Unternehmen sind bekannt dafür, alle Versuche der Beschäftigten, sich zu organisieren und etwa durch die Gründung von Betriebsräten bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen, systematisch zu sabotieren (sog. „Union Busting“). Selbst nachdem das von Dir gegründete Lieferunternehmen Yababa pleite gegangen ist, scheinst Du noch genug Geld für Neugründungen wie Lap Coffee zu haben.

Wir möchten, dass Du mindestens 80 Prozent Deines derzeitigen Vermögens spendest, um mit diesem Geld den Aufbau von Mitbestimmungsstrukturen in Betrieben zu unterstützen. Jeweils ein Drittel des Geldes soll an die um Mitbestimmung kämpfenden Beschäftigten bei Red Bull und Delivero Hero, die Gewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft FAU gehen.

*****************************

3) Lap Coffee profitiert massiv von der Gentrifizierung, etwa durch die Anmietung von Flächen bei denen sich die vorherigen Betreiber die gestiegenen Mieten nicht mehr leisten können, und treibt die Gentrifizierung weiter voran. Entsprechend groß ist  bei vielen Anwohner*innen, die unter hohen Mieten ächzen und täglich mitkriegen, wie unabhängige kleine Läden aufgrund der steigenden Gewerbemieten dichtmachen müssen, die Wut auf die Kette „Lap Coffee“.

In Bezug auf weitere Expansionspläne hast Du Mitte September gesagt: „Wir gehen dorthin, wo uns die Nachbarschaft nachweislich will.“ Wir möchten, dass für alle Lap Coffee Filialen in Berlin eine seriöse quantitative und qualitative Untersuchung dazu, was die Anwohner*innen von den Lap Coffee Filialen halten, durchgeführt wird. Alle Filialen, bei denen sich ein relevanter Teil der Befragten dagegen entscheidet, sollen umgehend geschlossen werden.

Sollten diese drei Bedingungen erfüllt sein, treffen wir uns sehr gerne zu einem Gespräch.

Beste Grüße von der Kampagne „LapCoffeeScheisse“

*****************************

Mehr Infos: https://lapcoffeescheisse.noblogs.org, https://de.indymedia.org/node/547540
Kontakt: lapcoffeescheisse@riseup.net
Video-Tip: https://www.youtube.com/watch?v=CeZuFI-R8JU (ZDF Trasherchiert, 12 Minuten)

*****************************

PS: Vielleicht könntest Du, Ralph, auch etwas näher erläutern, was Du mit dem Geraune von „Personen aus der Kaffeeszene“ meinst, die du angeblich kennst und die bei der Neugestaltung der Filialen in Berlin beteiligt gewesen sein sollen?

Nach unserer Einschätzung ging es bei der Umfärbeaktion weniger um Auseinandersetzungen in einer sogenannten „Kaffeeszene“. Vielmehr scheinen doch einige Leute mit aktivistischem Drang die Kette „Lap Coffee“ als solche von den Gründern über die Investoren bis hin zum Konzept und den Gentrifizierungsauswirkungen richtig doof zu finden.

Posted in Uncategorized | Comments Off on Offener Brief an den LAP COFFEE Gründer Ralph Hage

Kleine Presseschau

Ein kurzer Überblick über aktuelle Presseartikel seit der farblichen Umgestaltung der Lap Coffee Filialen in Berlin.

Die BZ hat anscheinend zuerst über die neue Farbgestaltung der Lap Coffee Filialen berichtet und läßt Lap-Gründer Hage mit kruden Thesen reichlich zu Wort kommen.

Der Tagesspiegel schreibt ziemlich witzigen Quatsch, eine spätere Überarbeitung des Artikels ist deutlich weniger lustig.

Ebenfalls der Tagesspiegel bezeichnet die Aktivistis hinter der Plakat- und Flyerkampagne gegen Lap Coffee als “Unruhestifter”. Das sehen wir mal als Kompliment 🙂 .

Der Rolling Stone findet Lap Coffee auch reichlich doof und widmet sich in einem Artikel u.a. der Frage, warum eine Beteiligung an den Lap-Coffee-Events keine gute Sache ist.

Die FAZ zitiert in einem recht sachlichen Artikel die “Investorin und Partnerin bei General Catalyst, Paula Hübner Wehmeyer” zur Frage der Neueinfärbung von Lap Coffee Filialen, und konstatiert: “Rote Farbe auf blauer Schrift – der Protest gegen die junge Café-Kette LAP Coffee wird zunehmend unübersehbar.

Ein weiterer Kommentar in der FAZ zum Thema stellt die Diagnose, dass “der linke Krawall längst in breitere Gesellschaftsgruppen schwappt“. Schön wärs.

Auf Indymedia ist ein ausgezeichneter Artikel zur aktuellen Lap Coffee Situation erschienen (ist ja auch von uns 🙂 ).

Die Berliner Zeitung findet die neue Farbgebung, hier als “Anschläge” bezeichnet, nicht so gut.

Auch BusinessInsider ist noch nicht ganz davon überzeugt, dass das eine tolle Aktion war. Denn: Es lebe der Kapitalismus, der die Welt nur immer besser macht!

Die Berliner Mottenpost kombiniert messerscharf, dass die parallele Einfärbung der Lap Coffee Filialen wahrscheinlich koordiniert war, und hält ebenfalls die Menschen hinter der Plakatkampagne für die Farbkünstler*innen.

Der Falstaff schreibt: “Was zuerst toll klingen mag, treibt andere dazu, nach einem roten Farbeimer zu greifen und die Läden zu bemalen.” Naja, wirklich toll klang das eigentlich nie.

Das “Nr1 AI Magazin” “IT Boldwise” hat die Welt noch nicht so richtig verstanden und denkt, es gehe um die Frage ob Konzerne aus den eigenen Einnahmen wachsen sollen oder es ok ist, sich Unterstützung von Investoren zu holen.

Recht sachlich berichtet ebenfalls der rbb und zitiert die Polizei: “Nach aktuellem Ermittlungsstand sind sämtliche in Berlin eröffnete Filialen der Kaffeehauskette betroffen. Dabei wurden Flugblätter hinterlassen, deren Inhalt auf einen politischen Motivationshintergrund der Sachbeschädigungen hinweisen.

Natürlich darf hier unser Lieblingsjounalist Schupelius (BZ & BILD) nicht fehlen.

“Auf einer illegalen Plattform im Internet (Schupelius meint Indymedia 🙂 ), auf der sich linke Täter fortwährend ihrer Gewalttaten rühmen, wird der Angriff auf LAP gefeiert. Weitere Attacken werden angedeutet: „Es gibt noch einiges zu tun. Packen wir es an“, heißt es dort. Bedauernd fügen die anonymen Autoren hinzu, es sei „wahrscheinlich zu früh, schon mal den Sekt kaltzustellen, um auf die Lap-Coffee-Pleite anstoßen zu können…

… Immer wieder wurden in der Vergangenheit neue Geschäftsideen zerstört. Ein Berliner Unternehmer hatte 2009 das „Car Loft“ erfunden und in der Lignitzer Straße 30 in Kreuzberg erbaut. Per Fahrstuhl kann man dort sein Auto mit auf den Balkon nehmen. Er wurde so lange von gewalttätigen Linksextremisten heimgesucht, bis er den Plan aufgab, weitere Gebäude dieser Art anzubieten. 2018 wurde der geplante Google-Campus aus Kreuzberg vertrieben…”

Nach Farbattacken auf mehrere Shops ermittelt die Polizei – und hat einen Verdacht” schreibt die Mottenpost am 29.10.25. “Verantwortlich für die Farbattacken soll eine anonyme Gruppe sein. die schon länger Lap kritisiert“, so die Mottenpost weiter. Das scheint aber vor allem der Verdacht der Mottenpost zu sein. Der “Verdacht” der Polizei ist wohl, dass es eine politische Motivation gibt.

Ähnlich nebulös bleibt die Berliner Zeitung. “Mehrere Filialen der Kaffeehauskette wurden mit Farbe beschmiert. Nun haben die Ermittler offenbar eine erste Spur“, so die Berliner Zeitung in der Überschrift. Darunter folgt dann aber nichts außer dass die Polizei eine politische Motivation vermute laut rbb. Glanzstunden des Investigativjournalismus. 🙂

Posted in Uncategorized | Comments Off on Kleine Presseschau

Anscheinend alle (!) Lap Coffee Filialen in Berlin neu eingefärbt

Wie zuerst das Qualitätsjournalismusblatt “BZ” und dann diverse Medien übereinstimmend berichten, sind anscheinend in einer einzigen Nacht alle 15 Filialen von Lap Coffee in Berlin neu eingefärbt worden.

Der “Tagesspiegel” gibt sich wieder einmal gut informiert: “Die Täter werden einer anonymen Gruppe zugerechnet, die seit einiger Zeit mit einer Plakatkampagne gegen das Unternehmen mobilisiert“.

Diese nervigen “Unruhestifter” (ebenfalls “Tagesspiegel“) würden Lap Coffee “Gentrifizierung” vorwerfen. Gleichzeitig schreibt der Tagesspiegel über einen “Preiskampf im Kaffeesektor“, der hinter der Neueinfärbung der Lap Coffee Filialen stünde.

Was ist hier los in Berlin? Gehen jetzt unterschiedliche Café-Ketten mit roter Farbe aufeinander los und und maskieren ihren “Preiskampf im Kaffeesektor” mit Gentrifizierungsvorwürfen?

Und was hat es mit dieser Aussage von Lap-Coffee-Gründer Hage in der BZ auf sich? “Wir wissen, dass Teile dieser Gruppe organisiert sind, darunter Personen aus der Kaffeeszene. Wir haben Hinweise auf einzelne Beteiligte…

Wer sind diese “Personen aus der Kaffeeszene“? Was ist diese “Kaffeeszene” überhaupt – das geheime Netzwerk aller unabhängigen Cafés in Berlin? Andere Café-Ketten? Kaffee-Trinkende, Kaffee-Herstellende, Kaffee-Verkaufende, oder alle zusammen? Reicht es, gelegentlich einen Kaffee zu trinken, um auch Teil der “Kaffee-Szene” zu sein, oder ist hierfür intensiver, täglicher Kaffee-Konsum erforderlich?

Und was bedeutet es, wenn Hage sagt, “Wir wissen, dass Teile dieser Gruppe organisiert sind“? Ist nicht nicht eine Gruppe selbst eine Organisationsform? Wie haben wir uns eine Gruppe vorzustellen, bei der einige organisiert sind, andere aber anscheinend nicht (und trotzdem in der gleichen Gruppe)?

Explizit betont im übrigen der “Tagesspiegel”, die Kritik an Lap Coffee würde unter anderem mittels “Papierplakaten” unter die Menschen gebracht. Das ist interessant. Warum werden hier nicht andere Materialien für die Plakate verwendet, etwa Plastik, Beton oder Brokoli? Vermutet der Tagesspiegel hinter den zwar “anonymen”, nichtsdestrotz angeblich sowohl dem Tagespiegel als auch Lap Coffee bekannten Aktivist*innen Kontakte zu radikalen Klimaschützer*innen? Oder gibt es Verbindungen zu Papier-Konzernen?

Es bleibt spannend.

UPDATE 25.10.25,15 Uhr

Der Tagesspiegel (offensichtlich lesen sie hier mit 🙂 ) hat den oben verlinkten Artikel geändert. Es heisst nun nicht mehr “Die Täter werden einer anonymen Gruppe zugerechnet, die seit einiger Zeit mit einer Plakatkampagne gegen das Unternehmen mobilisiert“, sondern “Ob die Farbattacken in Zusammenhang mit der Kampagne stehen, ist unklar.

Die hübsche Analyse des Tagesspiegel, es gehe bei den Filialenneufärbungen offenbar um einen “Preiskampf im Kaffeesektor“, ist ebenfalls aus dem Artikel verschwunden.

Posted in Uncategorized | Comments Off on Anscheinend alle (!) Lap Coffee Filialen in Berlin neu eingefärbt

Sehr informativer ZDF-Beitrag / Tagesspiegel zur unverschämten Vereinnahmung lokaler Cafés durch LC

Das ZDF hat einen sehr informativen Video-Beitrag zum Thema Lap Coffee veröffentlicht.

Sie zeigen u.a., wie Lap Coffee richtig viel Knete machen will (“monetize a lot more from existing customers”), Lap-Coffee-Gründer Hage spricht von geplanten 100 Shops und dem großen Vorbild Red Bull. Die Internetblase wird seziert, in der Lap-Mitarbeiter*innen oder mit Lap kommerziell verbundene Unternehmen als vorgeblich private Nutzer*innen Lobeshymnen auf Lap singen, und auch sonst gibt es viele spannende Infos.

Anscheinend, so das ZDF, geht Lap sogar mit juristischen Drohungen gegen unliebsame Bewertungen im Netz vor. Lap Coffee dazu: „Ob und in welchen Fällen rechtliche Schritte geprüft wurden/ werden, kommentieren wir grundsätzlich nicht“.

Sehr sehenswert und gut gemacht, anschauen lohnt sich!

Wie der Tagesspiegel (hinter Bezahlschranke) berichtet, hat Lap Coffee kürzlich eine Pressemitteilung rausgehauen, in der lokale Cafés konkret benannt wurden als Beleg für die gute Nachbarschaft mit den tollen Lap-Coffee-Stores. Lap Coffee hat allerdings leider vergessen, mit diesen konkret benannten Cafés die hier als Beweis herangeführt werden auch nur ein einziges Mal zu sprechen und sie nach ihrer Meinung zu fragen. Die von Lap Coffee namentlich genannten Cafés sind richtig angepisst.

Posted in Uncategorized | Comments Off on Sehr informativer ZDF-Beitrag / Tagesspiegel zur unverschämten Vereinnahmung lokaler Cafés durch LC

Kritik an Lap Coffee ist nicht erwünscht

«Wir gehen dorthin, wo uns die Nachbarschaft nachweislich will», teilte Gründer und Geschäftsführer Ralph Hage auf Anfrage mit.

Die Realität sieht anders aus: Kritik an Lap Coffee ist ganz offensichtlich nicht erwünscht und soll unsichtbar gemacht werden.

Posted in Uncategorized | Comments Off on Kritik an Lap Coffee ist nicht erwünscht

Kampagne “Lap Coffee Piss Off!” nimmt Fahrt auf

Wir freuen uns, dass die Kampagne gegen Lap Coffee an Dynamik gewinnt!

Mittlerweile gibt es Flyer, Sticker und Plakate in deutsch und englisch. Es gibt viel was getan werden kann – wir freuen uns über Infos & Bilder!

Die folgenden Sharepics dürfen natürlich sehr gerne verwendet werden 🙂

Offenbar wurde die eine oder andere LAP-Filiale schon neu dekoriert.

Posted in Uncategorized | Comments Off on Kampagne “Lap Coffee Piss Off!” nimmt Fahrt auf

LAP COFFEE MAKES ME SICK

Posted in Uncategorized | Comments Off on LAP COFFEE MAKES ME SICK